Die schmackhafte Vorsorge - eine ausgewogene Ernährung

Nicht nur das aktuelle Gesundheitsproblem bekämpfen

Grundsatz jeder gesunden Ernährung ist es, dass es nichts nützt, wenn Sie ein bestimmtes Gesundheitsproblem nur mit den darauf direkt einwirkenden Ernährungsmaßnahmen begegnen wollen.
Ein spezielles Ernährungsprogramm kann nur eine Hilfe sein, wo beispielsweise Lebensmittel eingespart werden können, wenn Übergewicht vorliegt, oder wie die zu hohe Fettzufuhr reduziert werden kann. Sie sollten gleichzeitig alle für unseren Organismus notwendigen Nährstoffe in ausreichender Menge, im richtigen Verhältnis und in der richtigen Form zu sich nehmen.

Die allgemeinen Ernährungsrichtlinien

Sinnvoll sind einfache und allgemeine Richtlinien, wie beispielsweise die Regel aus der Vollwerternährung, dass die Lebensmittel soweit wie möglich natürlich aufgenommen werden sollten, weil bei fast jeder Verarbeitung Verluste an Vitaminen, Mineralstoffen und Ballaststoffen auftreten.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat 10 goldene Ernährungsregeln aufgestellt, die eine gesunde Ernährung aufzeigen sollen. Die Ernährung sollte demnach folgenden Grundsätzen folgen:

  1. Vielseitig - aber nicht zuviel!
    Abwechslungsreiches Essen schmeckt und ist vollwertig. Je vielfältiger Sie Ihre Speisen zusammenstellen, desto mehr lebensnotwendige Nährstoffe erhalten Sie, und desto weniger werden Sie durch unerwünschte Stoffe in der Nahrung belastet. Und was die Nahrungsmenge bzw. die Joule oder Kalorien betrifft: Essen Sie gerade soviel, dass Sie kein Über- oder Untergewicht bekommen.
  2. Weniger Fett und fettreiche Lebensmittel
    Denn zuviel Fett macht fett. Fett liefert doppelt so viele Joule bzw. Kalorien wie die gleiche Menge an Kohlenhydraten oder Eiweiß. Übergewicht und viele Krankheiten können die Folge sein. Essen Sie weniger Streichfette, und bevorzugen Sie fettarme Zubereitungsarten. Achten Sie nicht nur auf sichtbare Fette, sondern insbesondere auch auf die „versteckten“ Fette.
  3. Würzig, aber nicht salzig
    Kräuter und Gewürze unterstreichen den Eigengeschmack der Speisen. Zuviel Salz übertönt hingegen viele Geschmackseindrücke und kann zur Entstehung von Bluthochdruck beitragen. Bevorzugen Sie deshalb Kräuter und Gewürze. Wo Sie auf Salz nicht verzichten können, verwenden Sie Jodsalz, um dem weitverbreiteten Jodmangel vorzubeugen.
  4. Wenig Süßes
    Zu süß kann schädlich sein! Zucker und Süßigkeiten können Karies verursachen und zur Entstehung von Übergewicht beitragen. Ferner werden bei hohem Zuckerkonsum nährstoff- und ballaststoffreiche Lebensmittel vom Speisezettel verdrängt. Genießen Sie Süßes zwar ohne Reue, aber nur selten und in kleinen Mengen.
  5. Mehr Vollkornprodukte
    Vollkornprodukte, z. B. Vollkornbrot, Naturreis, Getreidegerichte, Vollkornnudeln, Haferflocken und Müsli, enthalten günstige Kohlenhydrate. Neben den für die Verdauung wichtigen Ballaststoffen liefern sie zusätzlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente.
  6. Reichlich Gemüse, Kartoffeln und Obst
    Diese Lebensmittel gehören in den Mittelpunkt Ihrer Ernährung. Essen Sie täglich Frischkost in Form von frischem Obst, Rohkost und Salaten, aber auch Gemüse und Kartoffeln. Wählen Sie auch öfter Hülsenfrüchte. Mit diesen Lebensmitteln erhalten Sie Vitamine, Mineralstoffe, Spurenelemente und Ballaststoffe.
  7. Weniger tierisches Eiweiß
    Pflanzliches Eiweiß ist so wichtig wie tierisches Eiweiß. Denn pflanzliches Eiweiß in Kartoffeln, Hülsenfrüchte und Getreide ist günstig für eine vollwertige Ernährung. Auch Milch, fettarme Milchprodukte und vor allem Fisch sind wertvolle Eiweißlieferanten. Ernährungswissenschaftler empfehlen, andere tierische Eiweißlieferanten wie Fleisch, Wurst und Eier seltener zu essen, denn sie liefern relativ viel Fett, Cholesterin und Purine. Essen Sie statt dessen häufiger Fisch und fleischlose Speisen!
  8. Trinken mit Verstand
    Ihr Körper braucht eineinhalb bis zwei Liter Wasser pro Tag. Löschen Sie Ihren Durst mit Wasser bzw. Mineralwasser, Gemüsesäften, ungesüßtem Früchtetee und verdünnten Obstsäften, in Maßen auch mit ungesüßtem schwarzen Tee oder Kaffee. Dagegen benötigt Ihr Körper nicht einen Tropfen Alkohol. In größeren Mengen schadet Alkohol Ihrer Figur und Ihrer Leber und macht abhängig. Trinken Sie alkoholische Getränke daher allenfalls zum gelegentlichen Genuss, aber nicht als alltäglichen Durstlöscher.
  9. Öfters kleine Mahlzeiten
    Das bringt Sie in Schwung und mindert Leistungstiefs. Essen Sie anstatt der üblichen drei Hauptmahlzeiten besser fünf kleinere Mahlzeiten. Große Mahlzeiten belasten die Verdauungsorgane und machen müde.
  10. Schmackhaft und nährstoffschonend zubereitet
    Garen Sie kurz mit wenig Wasser und Fett. Durch zu lange Lagerung, falsche Vorbereitung, zu langes kochen, Wiederaufwärmen und durch die Verwendung von zuviel Wasser beim Garen werden viele lebensnotwendigen Nährstoffe zerstört, und das Lebensmittel wird ausgelaugt. Garen Sie deshalb so kurz wie möglich, und verwenden Sie dazu wenig Wasser oder Fett. So bleiben die Nährstoffe und der Eigengeschmack der Speisen erhalten.
 
   
 
 
 
 
 
   
 


   
     
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