Der Schilddrüsen-Check-up

Abgeschlagenheit, Haarausfall, Gewichtszunahme - hinter diesen und vielen anderen unbestimmten Symptomen steckt häufig eine Fehlfunktion der Schilddrüse. Dies wissen allerdings nur Wenige. Und fügen sich in das scheinbar Unvermeidliche - auch wenn dies eine erhebliche Einschränkung der Lebensqualität bedeutet. Das muss nicht sein, denn wer sich bei unspezifischen Dauerbeschwerden einer sorgfältigen fachärztlichen Untersuchung unterzieht, könnte durch eine gezielte Therapie solchen Beschwerden in Zukunft aus dem Weg gehen.

Denn bei fünf von 100 übergewichtigen Menschen liegt eine Unterfunktion der Schilddrüse (Hypothyreose) vor. Frauen sind besonders häufig betroffen: Sie haben dann trotz normaler Ernährung Gewichtsprobleme, und auch mit Hilfe einer Diät wollen die Pfunde nicht weichen. Dies kann in jedem Alter passieren, doch sind Frauen in den Wechseljahren, wenn die Östrogenproduktion geringer wird, besonders häufig betroffen.

Meist gesellen sich noch weitere unangenehme Begleiterscheinungen hinzu: Haarausfall und extreme Kälteempfindlichkeit, aber auch Abgeschlagenheit, verminderte Leistungsfähigkeit, Sexualprobleme, chronische Verstopfung, Muskelschwäche und Wasseransammlungen in den Beinen - diese und andere unspezifische Beschwerden können Anzeichen einer Schilddrüsenunterfunktion sein. Mögliche Ursachen sind: Entzündungen, Auto-immunerkrankungen oder Hormonstörungen (z. B. in den Wechseljahren).

Der Schilddrüsen-Check-up

Wenn Sie den Verdacht haben, dass Ihre Schilddrüse von einer Funktionsstörung betroffen sein könnte, sollten Sie unbedingt einen Schilddrüsen-Check-up durchführen lassen.

  • Mit Hilfe einer Blutuntersuchung erfahren Sie, ob Ihre Schilddrüse genügend Hormone produziert oder ob eine Unter- bzw. Überfunktion vorliegt.
  • Die Ultraschalluntersuchung (Schilddrüsen-Sonographie) gibt Aufschluss über Größe und Struktur Ihrer Schilddrüse und hilft dabei, getastete oder szintigraphisch nachgewiesene Knoten in solides Gewebe oder in Zysten (flüssigkeitsgefüllte Hohlräume) zu differenzieren.
  • Die Schilddrüsenszintigraphie lässt u. a. erkennen, ob ein solider Knoten zu wenig (bzw. keine) oder zu viele Schilddrüsenhormone produziert, ob es sich also um einen kalten oder heißen Knoten handelt.

 

 

 

 

 

 
   
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