Ruhe und Entspannung schützen vor den Folgen von Stress (1)
Wir alle sind heute den unterschiedlichsten Stresssituationen ausgesetzt - sei es im Beruf oder im Privatleben.
Obwohl Stress schon fast selbstverständlich zu unserem täglichen Leben zu gehören scheint, sollten wir ihn keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. Denn nicht nur unsere Psyche, sondern auch unser Organismus reagiert auf Stress. Gesundheitsstörungen bzw. Erkrankungen, die mit chronischem Stress in Verbindung gebracht werden sind u. a. chronische Müdigkeit, Schlafstörungen, allgemeine Verspanntheit und Sexualstörungen, aber auch Infektanfälligkeit, Herz-Kreislauf-Beschwerden mit einem erhöhten Infarktrisiko, hoher (labiler) Blutdruck, Burn-Out-Syndrom, Rücken- und (Spannungs-)Kopfschmerzen. Generell schwächt Stress unser Immunsystem, mindert unsere Leistungsfähigkeit und lässt uns schneller altern. Zudem können sich bereits bestehende Beschwerden in Stressphasen verschlimmern.
Das geschieht auf der körperlichen Ebene
Die verschiedenen Prozesse, die im Körper durch Stressreize aktiviert werden, stammen noch aus der Urzeit, als es darum ging, Gefahrensituationen, etwa bei der Jagd, mit Flucht oder Verteidigung zu begegnen. An diesen komplexen Vorgängen sind insbesondere das vegetative Nervensystem und die Hormon produzierenden Drüsen beteiligt. So setzen etwa die Nebennieren verstärkt die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin frei, die dann umgehend in die Blutbahn ausgeschüttet werden. Diese Hormone verteilen sich im ganzen Körper und sorgen dafür, dass sich Herzschlag, Puls und Atemfrequenz beschleunigen und die Muskeln stärker durchblutet werden. Gleichzeitig werden größere Mengen von Nährstoffen aus den Depots mobilisiert, um die notwendigen Energiereserven bereitzustellen. Demgegenüber werden alle Vorgänge im Körper, die im Augenblick nicht "überlebenswichtig" sind, auf Sparflamme geschaltet: Die Körpertemperatur sinkt, die Verdauung läuft langsamer ab, die Blutgefäße verengen sich und „Triebe“ wie Hunger oder sexuelle Lust werden gehemmt. Sobald die akute Bedrohung vorbei ist, werden die Stresshormone abgebaut, und sämtliche Körperfunktionen kehren zu ihrer normalen Tätigkeit zurück – der Anspannung folgt die Entspannung.
Stress und die negativen Folgen für unsere Gesundheit
Solange es gelingt, in stressigen Zeiten für ausreichende Erholungsphasen zu sorgen, können auch besonders anstrengende Situationen in der Regel gut gemeistert werden. Halten die negativen Stressbelastungen jedoch an oder wiederholen sie sich häufig, verkürzen sich die Entspannungsphasen oder entfallen ganz – und die natürliche Balance zwischen Anspannung und Entspannung gerät aus dem Gleichgewicht. Die Folge: Der Zustand von Anspannung und Belastung bleibt erhalten, und der Körper ist nun praktisch ständig in Alarmbereitschaft. Typische Warnsignale für eine solche Dysbalance sind z.B. eine erhöhte Nervosität und Reizbarkeit, das Nachlassen der Konzentrationsfähigkeit oder überzogene Reaktionen bei der Bewältigung alltäglicher Belastungen und Probleme. Auf der körperlichen Ebene erzeugt der erhöhte Spannungszustand u. a. eine fortdauernde Erhöhung des Blutdrucks sowie eine gesteigerte Aktivität des Herzens. Dies schadet auf Dauer Herz und Gefäßen. Zudem kann sich Stress negativ auf bestimmte Lebensgewohnheiten auswirken. Menschen, die unter chronischem Stress stehen, neigen zu erhöhtem Alkohol- und Zigarettenkonsum sowie zu einer gesteigerten Nahrungsaufnahme.
Umso wichtiger sind ausreichende Entspannungs- und Ruhephasen, in denen wir abschalten und „auftanken“ können. Hier kann das Erlernen einer Entspannungstechnik hilfreich sein: Regelmäßig durchgeführt, senken Entspannungsübungen den Stresspegel und machen weniger anfällig für neuen Stress. >>> lesen Sie hier weiter:
So schützen Sie sich vor den Folgen von Stress |
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